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Deutschland und São Tomé und Príncipe: bilaterale Beziehungen

13.02.2020 - Artikel

Die politischen Beziehungen sind gut. Das Interesse São Tomés an Beziehungen zu Deutschland ist traditionell groß. Viele Führungskräfte – auch der vormalige Staatspräsident Pinto da Costa - haben in der ehemaligen DDR studiert und fühlen sich Deutschland noch immer verbunden. Allerdings sind aus Altersgründen immer weniger davon in leitenden Positionen. Die Zusammenarbeit mit São Tomé in den internationalen Organisationen ist eng. Die Beziehungen zu São Tomé und Príncipe werden von der deutschen Botschaft in Libreville, Hauptstadt Gabuns, und vor Ort vom Honorarkonsul wahrgenommen.

Die Landwirtschaft ist die wichtigste Ressource des Landes (Kaffee, Kakao, Baumwolle). 54 Prozent der Bevölkerung leben noch unter der Armutsgrenze. 90 Prozent des nationalen Haushaltes werden von der internationalen Hilfe finanziert (IWF, Weltbank, UNDP, USA, EU, Portugal, Frankreich, Brasilien, Afrikanische Entwicklungsbank). Wichtigste Partner sind Portugal, EU, Angola, Belgien, Frankreich, Brasilien, China.

Die wirtschaftlichen Beziehungen mit Deutschland sind bisher nur gering entwickelt. Potential zum Ausbau ist vorhanden, vor allem, wenn das Land wie schon länger erhofft, mit der Förderung von Erdöl im Golf von Guinea beginnen kann. Nennenswerte deutsche Privatinvestitionen gibt es bisher nicht; seit kurzem haben jedoch einige deutsche Reiseunternehmen das Land für Individualreisende und Ökotouristen im Angebot. Die deutsche Botschaft finanziert verschiedene Kleinstprojekte in den Bereichen ländliche Entwicklung und Bildung.

Dank tatkräftiger Unterstützung einer Deutsch-als-Fremdsprache-Lehrkraft konnte eine Deutschabteilung an der Universität von Sao Tomé und Príncipe eingerichtet werden. Unterrichtsbeginn fand am 18. Januar 2016 statt, heute sind 25 Studentinnen und Studenten immatrikuliert; das Fach Deutsch ist in die Curricula integriert.

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